Dirk Reinhardt

Überall auf der Welt sind Menschen unterwegs, die der Armut, Gewalt oder Kriminalität in ihrer Heimat entfliehen wollen. Viele Kinder und Jugendliche sind darunter. Besonders dramatisch ist die Situation in Afghanistan, wo seit nunmehr 40 Jahren fast ununterbrochen Krieg oder Bürgerkrieg herrscht. Oft ist die Flucht der letzte Ausweg – die Flucht vor den Nachstellungen der Taliban, vor der Unterdrückung der Frauen und Mädchen, vor den Millionen von Minen, die im Land vergraben sind, oder auch vor den Folgen des Klimawandels. Die Flucht selbst, über Iran, die Türkei, Griechenland und den Balkan in Richtung Westen, ist voller Strapazen und Gefahren. Mein neuer Roman »Über die Berge und über das Meer« schildert das Schicksal und die Abenteuer von Soraya und Tarek, zwei jungen afghanischen Flüchtlingen. Auf diesen Seiten könnt ihr alles über das Buch erfahren.

Auch in Mittelamerika versuchen Zehntausende von Jugendlichen, in die USA zu kommen, die meisten auf der Suche nach ihren Müttern, die dort arbeiten und sie alleine zurückgelassen haben. Ihr Weg durch Mexiko – auf den Dächern der Güterzüge – ist riskant. Sie werden von Räubern verfolgt, von der Polizei gejagt, kämpfen mit Hunger und Durst, leiden unter der Hitze im Dschungel, der Kälte im Gebirge und der Trockenheit in der Wüste. Und dann wartet das größte Hindernis auf sie: die schwer bewachte Grenze im Norden zu den USA. Von ihrem Schicksal erzählt mein Jugendroman »Train Kids«. Er war für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, hat den Friedrich-Gerstäcker-Preis und den katalanischen Jugendliteraturpreis »Protagonista Jove« gewonnen und ist inzwischen vielfach Schullektüre geworden.

In einer ganz anderen Zeit lebten die Edelweißpiraten: Arbeiterjugendliche, die sich im Nationalsozialismus nicht auf den Krieg vorbereiten lassen wollten. Sie lieferten sich blutige Kämpfe mit der Hitlerjugend, wurden von der Gestapo verfolgt, verfassten Flugblätter und gingen in den Untergrund. Auch sie – in dieser Hinsicht den jungen Migranten aus Afghanistan und Mittelamerika vergleichbar – meisterten ihr Schicksal nur, indem sie bedingungslos füreinander einstanden. Von ihrer Geschichte erzählt mein gleichnamiger Roman, der die zwischenzeitlich fast vergessene Bewegung wieder ins Bewusstsein hebt, in ein Theaterstück umgesetzt wurde und an vielen Schulen zur Standardlektüre bei der Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus geworden ist.

Auch die beiden Teile der Kinderbuchreihe »Anastasia Cruz« stelle ich euch vor – die Abenteuer der Archäologentochter Anastasia, die mit ihrem Vater und ihrem Hund Schliemann in ferne Länder reist, dort Freunde findet, die in ganz anderen Verhältnissen leben als sie selbst, und mit ihnen zusammen jeweils eine große Entdeckung macht, die durch die ganze Weltpresse geht. Und für die, die gerade erst das Lesen lernen, gibt es das Buch »Gefahr am Schlangenfluss«, in dem Jule und Ben ein aufregendes Abenteuer am Amazonas erleben. Klickt euch einfach mit der Leiste am linken Bildrand durch meine Seiten und lasst euch überraschen.

Beim Lesen und Stöbern wünsche ich euch viel Spaß. Wenn ihr Fragen oder Vorschläge habt oder etwas zu den Büchern sagen wollt, schreibt mir unter dirkreinhardt(at)gmx.de. Ich freue mich auf eure Post! Und wenn euch meine Website gefällt, empfehlt sie einfach euren Freundinnen und Freunden weiter.

Euer Dirk Reinhardt